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Bedrohung im toten Winkel – So werden besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer geschützt

30.11.2019 Fleet Management,Telematics

Der wahrscheinlich wichtigste Schritt hin zu grüneren und smarteren Städten ist die nachhaltige Entwicklung verschiedenster, auf die Bevölkerung ausgerichteter Verkehrskonzepte. Um Staus und Luftverschmutzung zu vermeiden, sollte dabei der Individualverkehr mit Autos eingeschränkt werden. Zu Fuß zugehen oder Fahrrad zu fahren stellen die „grünste“ Alternative dar, die gezielt durch den öffentlichen Personennahverkehr ergänzt werden. Der Verkehr von Lastkraftwagen im innerstädtischen Bereich kann jedoch nicht einfach ersetzt werden, da sie für den Warentransport weiterhin gebraucht werden. Diese Tatsache stellt für Stadtplaner eine der größten Herausforderungen dar: Die Straßen werden zukünftig verstärkt von großen Fahrzeugen wie LKWs oder Lieferwägen sowie von besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern und Fahrradfahrern genutzt.

Große Gefahr trotz sinkender Unfallzahlen

Seit 20 Jahren sinken in Deutschland die Unfallzahlen innerorts kontinuierlich. Jedoch gibt es zwei Gruppen an Verkehrsteilnehmern, deren Unfallrate in den letzten Jahren wieder gestiegen sind: Radfahrer und Fußgänger. Insgesamt 984 Passanten und Fahrradfahrer wurden 2018 bei Verkehrsunfällen getötet – knapp 3 Prozent mehr als noch 2016. Zudem ereigneten sich 68 Prozent aller Unfälle mit Fahrradfahrern innerorts. Experten geben als Grund dafür die hohe Dichte an Verkehrsteilnehmern in urbanen Gebieten an, die zu unübersichtlichen Situationen führt. Laut eines Berichts der Bundesanstalt für Straßenwesen wird weiterhin geschätzt, dass in Deutschland etwa 135 Unfälle mit Personenschäden von Fußgängern und Fahrradfahrern jährlich durch rechts abbiegende LKWs verursacht werden. Die eingeschränkte Sicht nach rechts bei großen Fahrzeugen ist hier als größter Unfallfaktor genannt.

Ähnlich verhält es sich bei Linienbussen. Diese gelten gemeinhin als eines der sichersten Verkehrsmittel. Trotzdem warnt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. vor den Gefahren beim Rechtsabbiegen. Als Lösung wird die Nutzung eines Abbiegeassistenten empfohlen, der in einem Testfeld 17,5 Prozent aller Unfälle zwischen Bussen und Fußgängern bzw. Fahrradfahrern vermeiden konnte.

Smarte Fahrerassistenzsysteme machen Städte sicherer

Mit Mobileye Shield+™ hat Mobileye ein Kollisionsvermeidungssystem speziell für den Einsatz in großen Fahrzeugen wie LKWs und Bussen entworfen. Mobileye Shield+ vereint dabei mehrere Fahrerassistenzsysteme, die Fahrer im dichten Stadtverkehr unterstützen: vorrausschauende Kollisionswarnung, Fußgänger- und Fahrradfahrerkollisionswarnung, Abstandsüberwachung und einen Abbiegeassistenten mit Gefahrenzonen- und Kollisionswarnung für den Einsatz von großen Fahrzeugen im dichten Stadtverkehr.

Das System zur Warnung vor Gefahren im toten Winkel überwacht kontinuierlich die entsprechenden Bereiche auf beiden Seiten des Fahrzeugs sowie an der A-Säule und dem linken Außenspiegel. Befindet sich ein Fußgänger oder Fahrradfahrer in diesen gefährlichen Zonen, so schlägt das System sofort Alarm und warnt den Fahrer. Die hochentwickelte Technologie erkennt dabei, ob es sich um eine echte Gefahrenquelle durch Personen handelt oder nicht – und vermeidet so unnötige Fehlalarme.

Auch für Stadtplaner bietet Mobileye Shield+ eine nützliche Funktion: Das System kann Unfallschwerpunkte in Städten anonymisiert aufzeichnen und lässt dadurch Rückschlüsse über künftige städtebauliche Veränderungen zu, die diese Gefahrenquellen entschärfen können.

Unter realen Bedingungen hat Mobileye Shield+ bereits seine Praxistauglichkeit unter Beweis gestellt. Der städtische Nahverkehrsbetreiber für den Großraum Barcelona Transports Metropolitans de Barcelona (TMB) sah sich in den vergangenen Jahren mit immer weiter steigenden Unfallzahlen konfrontiert. Ein häufiger Grund: Fahrer von Linienbussen übersehen im dichten Stadtverkehr Fußgänger und Fahrradfahrer. In einem Testversuch wurde Mobileye Shield+ an zwei Bussen installiert – und sorgte sofort für mehr Sicherheit. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Testphase entschied sich TMB daher dazu, weitere Fahrzeuge mit Mobileye Technologie auszustatten. Über 40 Busse sind seitdem mit Assistenzsystemen von Mobileye ausgestattet worden.

Vision Zero als Ziel

Die Erkennung von ungeschützten Verkehrsteilnehmern und eine intelligente Stadtplanung sind erste Schritte, um die Städte von morgen sauberer, weniger überfüllt und nicht zuletzt sicherer zu machen. Die „Vision Zero“, also keine Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr, wird damit nachhaltig verfolgt.

Weitere Informationen zu den Lösungen für Busse und Nutzfahrzeuge finden Sie auf der Mobileye Website.

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