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Gute Fahrt bei schlechtem Wetter

Jetzt ist sie wieder da, die Zeit des Nebels – und der Nebelunfälle. 64 Prozent aller schweren Nebelunfälle der Jahre 2011 bis 2015 passierten laut Statistischem Bundesamt (Destatis) im letzten Quartal des Jahres. Im Jahr 2015 verunglückten laut DVW 456 Menschen bei nebelbedingten Verkehrsunfällen, elf Personen starben.

Schlechte Sichtverhältnisse, zu wenig Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und eine nicht angepasste Geschwindigkeit sind die Hauptgründe für Verkehrsunfälle bei Nebel. Bei Nebel gilt folgende Faustregel: Abstand ist gleich Geschwindigkeit. Bei 50 Meter Sichtweite sollte man also nicht schneller als 50 Stundenkilometer fahren.

Aber nicht nur Nebel, sondern auch Dunkelheit, Regenwetter und Glätte bergen erhöhte Gefahren im Straßenverkehr. Die meisten Fahrer sind sich der Gefahren in der dunklen Jahreszeit bewusst, dennoch sind jetzt erhöhte Aufmerksamkeit und eine besondere Ausrüstung angebracht – vor allem bei unvorhersehbaren Wetterwechseln.

Schlechtes Wetter bedeutet ganz konkret Folgendes für die Fahrer:

  • Die Einschätzung von Entfernungen wird schwieriger.
  • Die Sichtbarkeit anderer Verkehrsteilnehmer ist eingeschränkt.
  • Die Bodenhaftung verändert sich, Bremswege verlängern sich.
  • Zudem kann es zu Aquaplaning kommen.

 Ans Wetter angepasst fahren

Fuhrparkmanager müssen die Verkehrssicherheit ihrer Flotten sicherstellen und für einsatzbereite Fahrzeuge sorgen – egal bei welchem Wetter und zu welcher Jahreszeit. Und sollen dabei trotzdem rentabel wirtschaften.

Deshalb empfehlen sich verschiedene Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit:

  • Warten Sie nicht, bis das Wetter bereits schlecht ist, um Reifen und Beleuchtung überprüfen zu lassen oder Zubehör wie neue Wischer und Schneeketten zu organisieren.
  • Sorgen Sie für ein entsprechendes Fahrverhalten bei schlechtem Wetter: Auf Sicherheitsabstände und eine angepasste Geschwindigkeit sollten Ihre Fahrer unbedingt achten. Unterstützen können Sie Ihre Fahrer außerdem durch Fahrerassistenzsysteme, die besonders darauf abzielen, wetterbedingte Verkehrsunfälle zu verhindern.

 Assistenten für Wind und Wetter

Auch wenn Fahrerassistenzsysteme anfangs auf Hilfe beim Einparken und Fahren in der Stadt fokussiert waren, erkannten die Hersteller bald die Bedeutung des Faktors Witterung. Neue Anforderungen mussten berücksichtigt werden:

  • Eine Anpassung der Geschwindigkeit und des Sicherheitsabstands an die Witterung
  • Eine bessere Sichtbarkeit der Verkehrszeichen, der Bodenmarkierungen und der anderen Verkehrsteilnehmer
  • Integration einer fortschrittlichen Technologie, die das Fuhrparkmanagement unterstützt

Die Vorteile von Fahrerassistenzsystemen

Fahrerassistenzsysteme wie die im Folgenden genannten unterstützen die Fahrer dabei, auch bei witterungsbedingt schwierigen Straßen- und Verkehrslagen das Fahrzeug unter Kontrolle zu behalten:

  • Intelligente Steuerungssysteme, die das Fahrzeug in kritischen Fahrsituationen stabilisieren und verhindern, dass das Fahrzeug ins Schleudern gerät (ESP)
  • Notbremsassistenten, die automatisch die Bremsfunktion aktivieren, wenn man sich einem vorausfahrenden Fahrzeug gefährlich annähert und nicht angemessen reagiert, z. B. elektronische Bremssysteme (EBS) oder Antiblockiersysteme (ABS).
  • Unfallpräventionssysteme wie das von Mobileye (http://www.mobileye.com/de-de/losungen/fuhrparks/), die den Fahrer im Falle einer drohenden Kollision alarmieren und in die Lage versetzen, rechtzeitig auf Gefahrensituationen reagieren zu können.

Neben dem sofortigen Schutz, den diese Technologien bieten, haben Fahrerassistenzsysteme auch eine pädagogische Wirkung: Sie helfen dem Fahrer, sein Fahrverhalten anzupassen – nicht nur an die Wetterlage oder im Moment des Alarms, sondern auch bei zukünftigen Fahrten.

Zwar machen Fahrerassistenzsysteme das Autofahren komfortabler und sicherer, sie ersetzen aber nicht die Fahrer. Jeder Fahrzeugführer muss sein Fahrverhalten an die äußeren Umstände anpassen. Ob plötzlich einsetzendes heftiges Schneetreiben, Starkregen oder Nebel, die Verantwortung für die richtige Fahrweise bleibt beim Fahrer. Der Fuhrparkmanager hingegen ist in der Pflicht, Risiken durch schlechtes Wetter zu minimieren.