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Geschützt am Arbeitsplatz – auch hinter dem Steuer

Sicherheit am Arbeitsplatz ist ein wichtiges Thema – auch für Fuhrparkmanager. Mitarbeiter von Unternehmen genießen in Deutschland Arbeitsschutz. Und der gilt nicht nur am Schreibtisch oder in der Fabrik, sondern auch am Lenkrad.

Gerade Berufskraftfahrer stehen vor besonderen Herausforderungen, denen die meisten „normalen“ Fahrer nur in geringem Umfang ausgesetzt sind. Wer acht bis neun Stunden am Tag fährt, ist einem höheren Unfall-Risiko ausgesetzt. Lange Fahrtzeiten fordern zudem hohe Konzentrationsleistungen. Aber auch Fahrer von Dienstwagen sind nicht gefeit vor den Gefahren des Straßenverkehrs.

Fuhrparkmanager sind von Gesetzes wegen in der Pflicht, ihre Mitarbeiter vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen, auch auf den Straßen. Vor allem die Unfallverhütungs-Vorschriften (UVV) machen konkrete Angaben, wie der Arbeitsplatz im Fahrzeug gesichert und Mitarbeiter unterwiesen werden müssen, damit sie keinen Schaden nehmen. Darüber hinaus können Incentivierungen, Assistenzsysteme und eine gelebte Sicherheitskultur im Unternehmen viel für die Prävention von Arbeitsunfällen leisten.

Wir haben im Folgenden fünf Tipps zusammengestellt, wie man für einen sicheren Fuhrpark sorgt und seine Fahrer schützen kann:

  1. Fahrzeugsicherheit regelmäßig überprüfen

Unternehmen sind von Gesetz aus verpflichtet, für sichere Fahrzeuge zu sorgen. Wird das Gesetz nicht beachtet, drohen empfindliche Strafen. Regelungen zur Fahrzeugsicherheit gibt die DGUV Vorschrift 70 vor. So müssen Unternehmen ihre Fahrzeuge einmal im Jahr durch einen Sachkundigen auf ihren betriebssicheren Zustand prüfen lassen. Dabei sind sowohl der verkehrssichere als auch der arbeitssichere Zustand des Fahrzeuges zu untersuchen. Verkehrssicher heißt, das Fahrzeug funktioniert ordnungsgemäß; die Arbeitssicherheit umfasst zum Beispiel Ausstattung wie Gurte, Warnwesten und Verbandskästen. Machen Sie es sich einfach und fragen Sie Ihren Werkstattpartner, ob er eine Reminder-Funktion anbietet, die Sie an die jährliche Untersuchung erinnert.

  1. Unterweisen Sie Ihre Fahrer

Das Gesetz nimmt nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Fahrer in die Pflicht. Zu Recht, denn einer Studie zufolge verursacht Unaufmerksamkeit von Fahrern 93% aller Unfälle. Die UVV verlangt in Paragraph 36, dass die „Fahrzeugführer vor Beginn jeder Arbeitsschicht die Wirksamkeit der Betätigungs- und Sicherheitseinrichtungen prüfen, während der Arbeitsschicht den Zustand des Fahrzeuges auf augenfällige Mängel hin beobachten“ und Mängel mitteilen. Dazu sieht § 12 Arbeitsschutzgesetzes sicherheitstechnische Unterweisungen der Beschäftigten vor. Da diese Unterweisungen je nach Arbeitsbereich sehr komplex sein können und regelmäßig wiederholt werden müssen, bieten sich E-Learning-Angebote an, mit denen die Fahrer vom Rechner aus überall und jederzeit die erforderlichen Kenntnisse erwerben können.

 

  1. Rufen Sie die „Vision Zero“ aus

“Kein Verlust eines Menschenlebens ist akzeptabel”, schreibt die Initiative „Vision Zero“, eine Organisation, die sich dafür einsetzt, dass es keine Verkehrstoten mehr gibt. Dies ist ein hoch gestecktes Ziel, das von jedem Mitarbeiter verinnerlicht werden sollte. Untermauern Sie, wie wichtig Sicherheit für Ihr Unternehmen ist, indem Sie die „Vision Zero“ vorstellen und Zahlen zur Verkehrssicherheit kommunizieren.

 

  1. Nutzen und erklären Sie Assistenzsysteme

Eine Möglichkeit, die Vision Zero zu leben und Ihren Fahrern mehr Sicherheit zu bieten, ist die Installation von Fahrerassistenzsystemen im gesamten Fuhrpark. Erklären Sie, welche Vorteile die verschiedenen Sicherheitssysteme wie z. B. Spurhalte- und Abstandswarnung haben. Sie können z. B. das Risiko einer Kollision um 80% senken, wenn die Fahrer in den drei Sekunden vor dem Aufprall alarmiert werden. Führen Sie bei der Einführung neuer Technologien besondere Trainings durch. Erklären Sie, wie die Systeme und Alarmmeldungen funktionieren und wie die Fahrer darauf reagieren sollen, damit sie die Warnmeldungen in ihre Jobroutinen integrieren können. Nutzen Sie die Erkenntnisse aus Telematiksystemen als Trainingswerkzeug.

 

  1. Incentivieren Sie Ihre Fahrer

Incentive-Programme sind eine bewährte Methode, um Mitarbeiter zu einem bestimmten Verhalten zu ermutigen. Fördern Sie Sicherheit, indem Sie ein erstrebenswertes Anerkennungsprogramm entwickeln. Incentivieren Sie Fahrer mit guten Fahrgewohnheiten. Belohnungen können höhere Löhne und Boni enthalten. Gamification-Elemente im Incentive-Programm fördern die Sicherheitskultur spielerisch. Eine Anerkennung guter Leistungen bei der Arbeit hilft Ihnen, bessere Geschäftsergebnisse zu erzielen, zudem fühlen sich Ihre Mitarbeiter mehr wertgeschätzt.