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Drei Mythen über Fahrerassistenzsysteme

Neue Technologien wecken oft Ängste vor einer Entmündigung der Verwender. So auch das Thema Fahrerassistenzsysteme, die Wegbereiter und Grundlage für das vollautonome Fahren sind. Beide Themen sind mit großer Skepsis behaftet.

Eine Umfrage von Leaseplan aus diesem Jahr enthüllte, dass die Deutschen dem Thema selbstfahrende Autos noch recht misstrauisch gegenüberstehen: Zwei Drittel der befragten Autofahrer würde nur unter Vorbehalt in ein autonomes Fahrzeug einsteigen. Und nur 15 Prozent der Käufer von neuen Autos sind laut DVR bereit, für Assistenzsysteme Geld auszugeben. In der Tat verändern Fahrerassistenzsysteme und Autonomes Fahren die Automobilindustrie und auch unsere Zukunft. Aber bei aller Skepsis, erlauben sie letztendlich nicht, Pkw und Lkw so zu nutzen wie es sein sollte? Nämlich sicher!

Hier drei gängige Mythen rund um Fahrerassistenzsysteme, denen wir oft begegnen.

Fahrerassistenzsysteme bevormunden den Fahrer

Manche Menschen befürchten, dass sie von Autos mit Fahrerassistenzsystemen bevormundet werden. Dabei unterstützen diese den Fahrer – wie schon die Bezeichnung verrät. Sie warnen vor Kollisionen, halten automatisch Abstände ein und erkennen gefährliche Situationen aufgrund vieler Analyse- und Rechenprozesse schneller als es der Mensch kann. Der Fahrer behält dabei immer die Verantwortung für das Fahren. Hinter der Befürchtung der Bevormundung steckt leider oft die Überzeugung, man selbst sei der beste Fahrer auf der Straße. Dies widerlegen allerdings Unfallstatistiken und Studien. Ein Sensor wird nicht müde, der Fahrer schon. Fahrerassistenzsysteme können die Anzahl von Unfällen um bis zu 70% reduzieren. Ist der Nutzen dieser Systeme einmal erkannt, schwinden auch die Vorbehalte. Dies bestätigt eine Umfrage, die herausfand, dass Personen, die bereits mehrere Assistenzsysteme nutzen, sie als sehr hilfreich bewerten.

Fahrerassistenzsysteme sind teuer

Der Preis für neue Must-Have-Technologien ist ein Thema für jeden Unternehmer. Dies gilt insbesondere für kleine Unternehmer, deren Budgets in der Regel begrenzt sind. Dabei sind Fahrerassistenzsysteme nicht unbedingt teuer. Es gibt Lösungen, die sich auch kleine Fuhrparks leisten können. Außerdem können Fahrerassistenzsysteme sogar dabei helfen, Unternehmen effizienter und wettbewerbsfähiger zu machen. Weniger Unfälle bedeuten zum einen weniger Kosten für Versicherung und Reparaturen. Ein gleichmäßigerer Fahrstil dank Abstandswarnung senkt zudem die Kraftstoffkosten. Ein weiterer Vorteil: Die Fahrer eines Fuhrparks kommen mit einem zuverlässigen Begleiter im Auto entspannter und sicherer ans Ziel – auch und gerade in stressigen Momenten. Nachrüstlösungen wie das Mobileye sind für weniger als 1.000 Euro erhältlich und damit eine Lösung, die sich bald amortisiert.

 

Fahrerassistenzsysteme stören beim Autofahren

Ja, Fahrerassistenzsysteme können in der Tat stören. Und das ist auch gut so. Denn sie alarmieren den Fahrer, wenn eine Gefahrenlage oder ein erhöhtes Unfallrisiko erkannt wird. Fuhrparkmanager, die ihre Flotte mit unserem Fahrerassistenzsystem ausgestattet haben, berichten, dass es am Anfang negative Rückmeldungen von den Fahrern gegeben hat. Dies ist völlig normal. Schließlich wird das Selbstbild der Fahrer durch die Rückmeldungen des Systems verändert, eine anfänglich unangenehme Erfahrung. Bei längerer Nutzung und eines über die akustischen Rückmeldungen angepassten Fahrstils verbessert sich das Fahrverhalten langfristig. Es wird weniger riskant gefahren und somit werden die Warnungen seltener. Nach der Gewöhnungsphase wird das System dann von den Fahrern als echte Unterstützung empfunden.