Skip to main content

Abgelenkte Fußgänger – ein Risiko im Straßenverkehr

Ein junges Mädchen bleibt mitten auf der Straße stehen, holt ihr Handy heraus und beginnt zu tippen. Erst als ein Busfahrer hupt, wird ihr klar, wo sie steht, und sie geht weiter. Nur eine von vielen Szenen, die das Unfallforschungs-Team der DEKRA bei einer Verkehrsbeobachtung mit fast 14.000 Fußgängern in sechs europäischen Innenstädten festgehalten hat.

Unachtsamkeit im Straßenverkehr ist eine wachsende Gefahr

Nicht nur Autofahrer verursachen Unfälle aus Unaufmerksamkeit. Ein neues Phänomen macht sich auf deutschen Straßen bemerkbar: Der unachtsame Fußgänger. Fast 17 Prozent der Fußgänger nutzen ihr Smartphone im Straßenverkehr laut DEKRA Verkehrsbeobachtung. Knapp 8 Prozent der Fußgänger tippen beim Überqueren der Straße Texte, weitere 2,6 Prozent telefonieren. Rund 5 Prozent tragen Ohrstöpsel oder Kopfhörer, ohne zu sprechen. Vor allem jüngere Fußgänger multitasken bei ihrem Weg durch die Stadt. Mit gefährlichen Folgen. „Telefonieren, Musikhören, die Nutzung von Apps oder auch das Tippen von Textnachrichten sorgen im Straßenverkehr für riskante Ablenkung“, so DEKRA Vorstands-Mitglied Clemens Klinke. „Viele Fußgänger unterschätzen offenbar die Gefahren, denen sie sich selbst aussetzen, wenn sie ihre Aufmerksamkeit auf solche Art vom Straßenverkehrsgeschehen abwenden.“

 

Jeder zehnte tödliche Verkehrsunfall durch Fehlverhalten von Fußgängern verursacht

Laut Statistischem Bundesamt wird etwa jeder zehnte Todesfall auf deutschen Straßen durch falsches Verhalten von Fußgängern verursacht. Bei etwa 50 Prozent der Fälle haben die Fußgänger nicht auf den Verkehr geachtet. Einen großen Anteil haben dabei Kinder, aber auch eine hohe Dunkelziffer von Ablenkungsfällen wird in den anderen Altersgruppen vermutet. Anders als bei Autofahrern oder Fahrradfahrern droht unaufmerksamen Passanten, die auf ihr Smartphone starren, bislang kein Bußgeld.

 

Fußgänger: Wie schützt man die Schwächsten im Straßenverkehr?

Ein Blick in die Unfallstatistik zeigt, dass rund 22 Prozent aller Verkehrstoten in der Europäischen Union Fußgänger sind. Die meisten dieser Fußgänger verunglücken innerorts – in Deutschland etwa liegt der Anteil bei 70 Prozent. Fußgänger sind auf der Straße schlecht zu erkennen und dabei am verletzlichsten von allen Verkehrsteilnehmern. Wie können Fuhrparkmanager sie schützen? Hilfe bieten Unfallpräventions- und Toter-Winkel-Assistenzsysteme wie die von Mobileye. Mittels Sensoren, die als drittes Auge des Fahrers fungieren, wird das Geschehen auf der Straße sowie im Toten Winkel überwacht. Dabei identifiziert das Unfallpräventionssystem mögliche Gefahren bei der Fahrt, die zum Beispiel durch Fahrradfahrer, Fußgänger oder andere Fahrzeuge entstehen, und misst Distanz und Schnelligkeit dieser, um das Gefahrenpotenzial einzuschätzen. Wird es kritisch, warnt es den Fahrer mit akustischen oder visuellen Signalen, sodass dieser handeln kann, bevor es zum Unfall kommt. Das System kann in allen gängigen Fahrzeugtypen nachgerüstet werden. Unfälle können mit Mobileye um bis zu 60 Prozent reduziert werden.

Neben diesen technischen Präventionsmaßnahmen können Fuhrparkmanager mit einer Sensibilisierung der Fahrer die Effizienz ihrer Unfallverhütungsstrategie erhöhen. Weisen Sie darauf hin, dass das Einhalten von Verkehrsregeln und Sicherheitsanweisungen höchste Priorität genießt. Auch wenn die Vision Zero kein Ziel ist, dass sich sofort erreichen lässt, sind Sie jedoch mit Mobileye einen Schritt weiter auf dem Weg dahin.